Archiv der Kategorie: Deichbau in Dahme

Hier stellt der Gewerbeverein Dahme Artikel aus der Presse und andere Informationen über den Küstenschutz und den Deichbau in Dahme zur Verfügung.
Hier erhalten Sie weitere Informationen:
http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/UmweltLandwirtschaft_node.html

Gestaltung Deichvorland

Die Gestaltung des Deichvorlandes, also des Gebietes zwischen Deich und Strandpromenade wird das Ortsbild von Dahme entscheidend prägen. Das Deichvorgelände wurde vom Planungsbüro Benthien aus Roge geplant. Verplant wurden 3 Millionen EURO, finanziert wird davon 60% vom Land Schleswig-Holstein und 40% von der Gemeinde Dahme.

Übersicht Deichvorland

Der erste Bauabschnitt umfasst das Gebiet zwischen Nordstrand und der Wiese Höhe Sprüttenhus / evangelische Kapelle und wird bei guten Witterungsverhältnissen, d.h. einem milden Winter bis Ende April fertig gestellt. Die Drachenwiese dient derzeit noch als Materiallager für den Deichbau und wird in einem späteren Bauabschnitt gestaltet. Weiterhin geplant ist neben der Gestaltung des Deichvorgeländes ab Sprüttenhus Richtung Süden noch die gestalterische Anbindung der Strandstraße und der oberen Leuchtturmstraße an die Strandpromenade als „Promenaden in den Ort“.

Strandstrasse Dahme Planungsskizze

Der Planungsansatz für die „Freiraumgestaltung Deichvorgelände Dahme“ basiert vor allem auf den Aspekten

  • Deichvorgelände gestalten und aufbereiten, Aufenthaltsqualität schaffen
  • Promenade mit dem Deichvorgelände verknüpfen
  • Einbeziehung Küstenschutz
  • Voraussetzungen für Folgeinvestitionen der privaten Immobilienbesitzer im Deichvorgelände schaffen

Das Vorbild für die Gestaltung soll die „urtümliche Landschaft der Ostsee“ sein. Initialpflanzungen zum Kaschieren des Deichbaus werden angelegt, dazu gehört auch das bereits sichtbare Dünengras nördlich der Stöpe an der Seebrücke / Nystedtplatz.

Im Norden ist der große Spielplatz nördlich des StrandSPA der erste Gestaltungspunkt. Bis auf das Schiff werden alle Elemente entfernt, es entsteht ein Themenspielplatz in der Art „Schiff fährt auf eine Insel zu“ mit Leuchtturm, Kriechtunnel aus Findlingen, Wasserspielplatz und Sonnensegel.

Spielplatz Nordstrand Dahme

Beim ehemaligen Außenbecken des Schwimmbads entsteht ein Platz mit Outdoor-Fitnessgeräten. Dazu erfolgt ein Freischnitt der Bäume, die Entfernung von ortsfremden Strauchbewuchs und die Modellierung einer Dünenfläche.

Der Sportplatz zwischen Minigolfplatz und Kinderhafen wird mit Sitzflächen / „Cillflächen“ aus Holz, modellierten Dünen und ggf. Sonnensegeln aufgewertet.

Zwischen Kinderhafen und Nystedtplatz entsteht eine größere, mit Dünenflächen eingefasste und mit Rasengittersteinen befestigte Veranstaltungsfläche. Dazu kommen natürlich gestaltete Sichtschutzelemente mit Dünen.

Der Weg zwischen Promenade und Parkplatz Sprüttenhus wird mit dem Pflaster der Promnenade gestaltet und dadurch deutlich aufgewertet. Hier entsteht weiterhin ein spezialisierter Kleinkinderspielplatz.

Weitere Details können einer Präsentation entnommen werden, die hier als pdf-Dokument zur Verfügung steht (4,3 MB).

Quelle: persönliches Protokoll der Präsentation von Herrn Schäfer, Fa. Benthien am 25.9.2012 und die Präsentationsfolien

Aus dem Dahmer Ortskern ohne Umwege direkt zum Strand

An der Strandstraße und an der Leuchtturmstraße wurden die Deichdurchgänge rechtzeitig vor Ostern fertiggestellt

Von Thomas Klatt

Dahme- Ortskern und Strand einander  näher  bringen· – diesem Ziel ist man im Ostseebad Dahme jetzt ein großes Stück näher gekommen.  Termingerecht  vor Ostern wurden  jetzt  die  beiden  Deichdurchgänge (Stöpen) an der Strandstraße und der  Leuchtturmstraße fertiggestellt.
Mit einem Glas Sekt stießen Dahmes Bürgermeister Heinrich Plön und und Christian Wulf,  Geschäftsführer der für die Baumaßnahme zuständigen Firma Siebenbrodt, auf die beiden neuen Deichdurchgänge an. „Bei dem langen Winter war es keine Selbstverständlichkeit, dass der,Terminplan eingehalten wurde!“ lobte Plön die Arbeit der bauausführenden Firma. Er freute sich  besonders  über  den  neuen  Deichüberga ng an der Strandstraße. Plön:“Jetzt können die Gäste aus dem Ortskern ohne Umwege direkt zum Strand spazieren. Wo bisher nur ein Treppenaufgang war, werden damit auch für Rollstuhlfahrer oder Perosnen mit Boller- oder Kinderwagenn die Wege kürzer. Mit Ende der Bauarbeiten ist jetzt auch die teilweise Sperrung der Strandstraße wieder aufgehoben. Bei der Finanzierung der zusätzlichen Stöpe wird auch die Gemeinde zur Kasse gebeten. Plön:“Wir haben bereits einen Förderantrag für die Gestaltung des Deichvorgeländes gestellt., über den jedoch erst noch entschieden werden muss.“
Erleichtert zeigte sich Plön über der aus seiner Sicht geringen Lärmbelästigung. Und auch Christian Wulf bestätigte: „Es hat während der Bauzeit keine Beschwerdne geggeben.“ Die Gäste hätten überwiegend mit Verständnis auf die Notwendigkeit einer Deichverstärkung reagiert und den Baulärm gelassen hingenommen, so die beiden.
Nach den Ostertagen soll dann mit der Stöpe an der Saarstraße begonnen werden. Die Arbeiten daran werden vermutlich bis Enden Juni aandauern. „Die Belieferung der Betriebe ist über die Rampe am Beginn des Nordst5randes gesichert“, sagte Plön.

Quelle: Lübecker Nachrichten

Wie reagieren die Urlaubsgäste auf die Deichverstärkung?

Vermieter in Dahme machen sich Sorgen über Auswirkungen der Baumaßnahme mitten in der Saison.
Von Thomas Klatt

Dahme Seitens der Dahmer Kurverwaltung hat man schon mal anwaltlichen Rat eingeholt. Über mögliche Regressansprüche von Touristen aufgrund der innerörtlichen Deichbaumaßnahme informierte jetzt Tourismusleiter Thorsten Brandt die Mitglieder des Gewerbevereins.
Von  Mitte  Mai  bis Ende  Juni wird  von den  Arbeiten auch die Deichstöpe zwischen Saarstraße und Nystedplatz  betroffen sein, kündigte Brandt  an.

Da  das  Land    Bauherr sei, habe die Gemeinde nur geringfügiges Mitspracherecht,  betonte er.Den Vermietern  unter den Gewerbetreibenden empfahl er: „Weisen sie ihre Gäste   im Vorfeld darauf hin, über das Internet,  über  Anschreiben oder in den  allgemeinen  Geschäftsbedingungen – aber machen Sie keine  Pferde scheu“,  gab Brandt  den  Zuhörern  mit auf den  Weg.

Verschweigen solle man die Baumaßnahme  nicht,  weil sonst    der Gast eventuell Regressansprüche stellen  könne. Aus    der    Versammlung     kam die Anregung, auch Interesse für   das Jahrhundertbauwerk“ und den Küstenschutz  – eventuell in Form von Führungen – zu wecken. „ Da sind wir dran“, signalisierte Brandt.

Mehr Unterstützung forderte indes Vorsitzende Sabine Kramer bei den  Aktivitäten  im   Gewerbeverein.

Kramer wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie die beiden Beisitzer Theo Lehmheck (Handel) und Jens-Peter Blöser (Gastronomie).
Anstelle von Jürgen Schlünder übernimmt Tim Kraushaar künftig die Aufgaben des Schriftführers.

Quelle: Lübecker Nachrichten 16.04.2011

„Deichbau als Erlebnis vermarkten“

„Deichbau als Erlebnis vermarkten“
Infoveranstaltung zur Deichverstärkung in Dahme Bürgerinformation steht bei Bürgermeister Heinrich Plön ganz oben auf der Prioritätenliste. Und gerade wenn es in Dahme um die Deichverstärkung geht, gerne und richtigerweise als „Jahrhundert-Projekt“ bezeichnet, werden neueste Details der Baumaßnahme schnellstmöglich publik gemacht. So geschehen auf
einer Informationsveranstaltung am vergangenen Dienstag, als der Landesbtrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeeresschutz Schleswig-Holstein (LKNSH) sowie die am Bau beteiligten Firmen bereitwillig Auskunft gaben.

Das Gemeindehaus in Dahme war voll besetzt.

Dahme. Für Dahmes Einwohner ist dieses Projekt von höchster Relevanz, was durch das vollbesetzte Gemeindehaus bekundet wurde.
Für die Bürger, von denen ein Großteil vom Tourismus lebt und vermietet, stellt sich vor allem die Frage nach dem zeitlichen Ablauf, wann und wo gebaut wird und wie man die
Gäste vorbereitet. „Wir wollen unsere Gäste nicht verschrecken, sondern den Deichbau als Erlebnis vermarkten“, schilderte Touristikleiter Thorsten Brandt, der beispielsweise
die Einrichtung regelmäßiger Führungen plant.
Bis Ende 2013 laufen die Arbeiten für den neuen Deich in Dahme, der 1,15 Meter höher sein wird als der jetzige. Im Herbst 2010 wurden die ersten Schritte eingeläutet, der Flügeldeich in
Vogelsang soll bereits im Mai fertig sein. Der 3.750 Meter lange Abschnitt von Rosenfelde bis zur Drachenwiese in Dahme hat mit der Bodenentnahme in Rosenfelde begonnen.
Die Stülpen Strandstraße und Leuchtturmstraße sollen, wenn die Witterung es zulässt, bis Ostern begehbar sein. Mit dem Baustart für die Stülpe Saarstraße wird im September
gerechnet. Mit dem reinen Deichbau in der Ortschaft Dahme wird vermutlich ab Januar 2012 angefangen. „Es wird durchgängig bis Ende 2013 in verschiedenen Abschnitten gebaut.
In der Hochsaison, also in den Monaten Juli und August, werden mit Rücksicht auf den Tourismus allerdings keine Massentransporte stattfinden“, erklärte Michaela Meding vom
LKN. Positiv für Radfahrer und Fußgänger ist, dass es nach Abschluss des Deichbaus einen sogenannten Deichunterhaltungsweg geben wird, der seeseitig vom Leuchturm Dahmeshöved
bis Rosenfelde führt. Eine weitere Informationsveranstaltung kündigte Bürgermeister Heinrich Plön noch vor der Hauptsaison an.

Quelle: Der Reporter 08.2011

Information zum Deichbau von Helge Siems

Was ich aus der Informationsveranstaltung zur Deicherhöhung heute abend an Sachinformationen mitgenommen habe:
– die Gemeinde plant mindestens wöchentliche Deichführungen mit der Geologin Sonja Everskämper und einem anderen Menschen mit „Diplom in Deichbau“ (positiv!)
– insgesamt soll gegenüber Gästen realistisch aber zurückhaltend zum Thema Deichbaustelle komuniziert werden
– es fehlen Informationen zum konkreten Zeitplan der einzelnen Baustufen. Genau könne man das nicht planen, weil der Baufortschritt auch von der Witterung abhängig ist
– das LKN plant die Bauarbeiten am Deich im Ort für 2012 so, dass im Herbst die Ausschreibung fertig ist und im Dezember die Aufträge vergeben werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass es für Dahme wünschenswert wäre, dass die Bauarbeiten nach dem Ende der Herbstferien am 6. November beginnen können.
– die beiden im Bau befindlichen Deichstöpen sollen „zu Ostern“ begehbar sein. Das wird sich aber dann verzögern, wenn die derzeitige Witterung noch drei Wochen anhält.
– der Bodentransport für den Deich wird von der Entnahmestelle in Rosenfelde auf der Seeseite des Deiches vorgenommen. In den Monaten Juli und August wird es keine Transporte geben. Im Ort ist also nicht mit nennswertem LKW-Verkehr durch die Baustelle zu rechnen
– aus den Reihen der Zuhörer wurde festgestellt, wie leise die bisherigen Bauarbeiten an den Deichstöpen ablaufen
– der Deich wird ca. 75 cm höher und wegen den flacheren Auslaufs breiter
– der Deich wird eingezäunt und voraussichtlich mit Schafen beweidet
– es werden zum Ausgleich für die zu fällenden Bäume über 360 Bäume neu gepflanzt. Über die Zusammensetzung der Bäume hinsichtlich des Alters ist nichts bekannt.
– in Zedano werden Weideflächen für Galloway-Rinder entstehen. Die Strandbesucher überqueren diese Weiden. Wie der Bürgermeister sagte: „Das macht man ja sonst auch so.“ (?)
– in Zedano wird es weiterhin feste Toiletten am Strand geben.

Quelle: diskurs-dahme.de

Informationsabend zum Baustand

Wie gehen wir in die Saison 2011?“

von Jutta Colschen

Ein Jahrhundertbauwerk wie die sechs Kilometer lange Verstärkung des Landesschutzdeiches macht nicht nur Freude, sondern bringt auch Verdruss. Die Gemeinde, die seit Herbst des vergangenen Jahres am Bau beteiligten Firmen und der Landesbetrieb Küsten- und Naturschutz wollen mit regelmäßigen Informationen über den Stand der noch bis Sommer 2013 laufenden Deichbauarbeiten die Dahmer auf dem Laufenden halten und möglichen Ärger im Keim ersticken.
Am Dienstag,  22. Februar, findet im  Gemeindehaus deshalb eine weitere Informationsveranstaltung statt.
Hier geht es vor allem um die Frage: Wie gehen wir in die Saison 2011“.
Fest steht:  Die Bauarbeiten am  Hauptstrand  ruhen  während der laufenden Saison.

Über den Stand der Deichbauarbeiten und die gemeindlichen Planungen für das Vordeichgelände wird Bürgermeister Heinrich Plön die Dahmer am Dienstag, 22. Februar, informieren.

Quelle: Lübecker Nachrichten

Lübecker Nachrichten vom 10. Februar 2011

Dahme investiert Millionen am Deich

Das Ostseebad setzt an zum mutigen Quantensprung in der Ortsentwicklung.

Von Jutta Colschen

Dahme – Die große 19 Millionen Euro teure Deichbaumaßnahme vor der    Oldenburger Grabenniederung zwischen Dahme und Rosenfelde hat die Gemeinde Dahme veranlasst, auch das Gelände vor dem Deich und  die alten und neuen Deichübergänge unter die Lupe zu nehmen und zu überplanen. Insgesamt drei Millionen Euro will das Ostseebad in den kommenden Jahren in die Hand nehmen, um aus dem Hinterhof von Strand und Promenade eine gute Stube zu machen. Doch damit noch nicht genug. Wenn 2012/2013 wie geplant der neue Deich fertig ist, hat sich Dahme noch den Ausbau der Strandstraße und der oberen Seestraße vorgenommen. Das wird vermutlich noch einmal eine knappe Million Euro kosten.

Doch zunächst einmal steht die Neugestaltung des Vorgeländes, das sich von ZeDaNo bis zum Ende der südlichen Bebauung auf einer Länge von 4,5 Kilometern erstreckt, auf der Agenda. Der Plan ist von der Gemeindevertretung bereits abgesegnet und als Förderantrag auf dem Weg nach Kiel. „Der Plan hat alles, um das Gebiet für den Gast touristisch attraktiv zu gestalten“, zeigte sich Bürgermeister Heinrich Plön zufrieden. Die großzügige Gestaltung des Umfeldes der im Zuge des Deichbaus neu errichteten oder an das neue Deichprofil angepassten Stöpen (Deichdurchgänge)  sowie der übrigen Übergänge zwischen der zu einer Festwiese umzugestaltenden Drachenwiese  und dem Haus des Gastes sowie die Schaffung von fünf Spielplätzen für unterschiedliche Altersgruppen bilden die Schwerpunkte der Planung. Drumherum wird das Gelände als parkähnlichem aber sehr naturbelassene Anlage gestaltet.

Mit Hochdruck wird derzeit bereits an der neuen Deichstöpe Strandstraße gebaut. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, sollen die Auf- und Abgänge von der Strandstraße und zum Haus des Gastes so hergestellt werden, dass sie sich trompetenförmig öffnen. Die Fläche zwischen Deich und Haus des Gastes, die fast auf gleicher Höhe liegt, soll den Gast künftig zum Verweilen einladen.. Einen „Glücksfall“ nennt Heinrich Plön auch den vom Land zu erstellenden Deichunterhaltungsweg, der fast auf gleicher Höhe und parallel zur Promenade verläuft. Er wird, wen die Baumaschinen und LKW abgezogen sind, als Rad- und Fußweg den Dahmern und ihren Gästen erhalten bleiben. Die Gemeinde hofft, dass die Planung auch Privatinvestitionen nach sich ziehen. „Die Anlieger der Promenade sind jetzt gefordert, den hinteren Bereich der ihrer Betriebe entsprechend zu gestalten und in das neue Bild einzupassen,“ sagte Plön.

Land investiert 23 Millionen: Spatenstich am Dahmer Deich

Land investiert 23 Millionen: Spatenstich am Dahmer Deich
Auch bei Medienvertretern stieß der erste Spatenstich auf großes Interesse, mit dem gestern Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, Bürgermeister Heinrich Plön und LKN-Direktor Johannes Oelerich (kleines Bild, von links) die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde gestartet haben. Fotos: JUTTA COLSCHEN
Auch bei Medienvertretern stieß der erste Spatenstich auf großes Interesse, mit dem gestern Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, Bürgermeister Heinrich Plön und LKN-Direktor Johannes Oelerich (kleines Bild, von links) die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde gestartet haben. Fotos: JUTTA COLSCHEN

Dahme – Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurden gestern die Bauarbeiten für das neue „Bollwerk gegen den Blanken Hans“ zwischen Rosenfelde und Dahme gestartet. Bis 2013 soll das zur Zeit größte Küstenschutzprojekt in Schleswig-Holstein abgeschlossen sein.

Der Wind blies heftig über den Deich, als Ministerialdirigent Dietmar Wienholt, zuständiger Abteilungsleiter im Umweltministerium, Johannes Oelerich, Direktor des Landesamtes für Küstenschutz Nationalpark und Meeresschutz (LKN), und der Dahmer Bürgermeister Heinrich Plön nach jahrelanger Planung endlich den Startschuss für die fast sechs Kilometer lange Deichverstärkung vor der Oldenburger Grabenniederung gaben. 23 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren verbaut, davon rund drei Millionen Euro noch in diesem Jahr.

Der bisherige Landesschutzdeich entspricht seit langem nicht mehr den Anforderungen. Es fehlt ihm an vielem – an deichbaufähigem vorhandenen Material, an Deichverteidigungs- und Deichunterhaltungswegen und größtenteils an Deichfußsicherungen. Vor allem aber sind die Außen- und Innenböschungen zu steil. In der Planung wurde, so Dietmar Wienholdt, auch dem Klimawandel Rechnung getragen: In der neuen durchschnittlichen Erhöhung der Deichhöhe um 1,30 Meter ist ein „Klimazuschlag“ von 30 Zentimetern enthalten. Auch wenn der Bürgermeister, die Dahmer und vor allem auch die Gäste in den kommenden Jahren mit einigen Widrigkeiten werden leben müssen, die Freude, dass es endlich losgeht, überwiegt. „Kein Dahmer darf diese Maßnahme schlecht reden. Im Gegenteil. Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir einen Deichbau miterleben dürfen“, warb Plön um Verständnis für das „Jahrhundertbauwerk“.

Während gestern Nachmittag beim obligatorischen Spatenstich neben der Deichstöpe Saarstraße noch nichts an Deichbauarbeiten erinnerte, sind am 600 Meter langen Flügeldeich im Dahmer Moor (Vogelsang) bereits die Baumaschinen eingetroffen. Die Verstärkung dieses rückwärtigen Deiches gehört zum ersten Bauabschnitt genauso wie die vorbereitenden Arbeiten für die geplanten Bodenentnahmen, das Herstellen von Baustraßen, Deckwerksarbeiten, die Herstellung einer Hochwasserschutzwand am Schöpfwerk und der Neubau der Deichstöpe Strandstraße sowie der Umbau der Stöpe Leuchtturmstraße. Bereits fast abgeschlossen wurden umfangreiche Naturschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Umsiedlung ökologisch wertvoller Pflanzen (die LN berichteten).

Insgesamt werden nach Angaben von LJKN-Fachbereichsleiter Rüdiger Schirmacher in den nächsten Jahren 255 000 Kubikmeter Boden bewegt, 45 000 Quadratmeter Wege und Fahrbahnen und 48 000 Quadratmeter Deckwerksflächen erstellt.
Von Jutta Colschen

Quelle. Lübecker Nachrichten