Vermarktung Deicherhöhung von Helge Siems

Der Deich rund um Dahme stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die letzte richtig schwere Sturmflut traf Dahme im Jahr 1872. Das war vermutlich einer der Auslöser für den Bau des jetzigen Deiches. Dieser Deich entspricht von der Konstruktion und dem Zustand nicht mehr dem aktuellen Hochwasserschutz.

Dahme steht mit der Deicherhöhung vor einem interessanten Schritt. Rüdiger Schirrmacher vom Landesbetrieb für Küstenschutz usw. (LKN) hat heute in Dahme mit den ausführenden Ingenieuren den zeitlichen Ablauf der Deicherhöhung vorgestellt.

Zeitlicher Ablauf der Deicherhöhung in Dahme

Los geht es kurzfristig mit einem Flügeldeich im Dahmeshöved, der bis Ende des Jahres 2010 weitgehend fertig sein soll. Der Boden für den Deich wird vor Ort entnommen.

Je nach Kapazitäten der Baufirmen soll in diesem Herbst noch mit der europaweit ausgeschriebenen Deicherhöhung von Rosenfelder Strand in Richtung Dahme angefangen werden. Der Deich wird breiter und höher werden. Vor dem Deich wird ein asphaltierter Wirtschaftsweg gebaut. Hinter dem Deich wird die vorhandenen Straße verbreitert und um einen Radweg / Fußweg erweitert. Der Boden für den Deichverstärkung wird in Rosenfelde entnommen. Vor der eigentlichen Deicherhöhung wird der stark durchwurzelte Oberboden im Vordeichgelände (Graudüne) abgetragen und in eine Ausgleichsmaßnahme eingebracht.

Die komplette Deicherhöhung bis zum Dahmer Südstrand soll bis 2013 abgeschlossen sein. Während der Monate Juli und August sowie an den Wochenenden ruht die Baustelle.

Touristische Vermarktung der Deicherhöhung

Für Touristen und am Küstenschutz Interessierte wird die immens wichtige Deicherhöhung erlebbar gemacht. Im Dahmer Haus des Gastes soll neben dem Baubüro (Bauleiter Herr Haase) auch eine umfangreiche Ausstellung mit Informationen zur Deicherhöhung entstehen. Platz sei hier nach dem Wegzug der Tourist-Information genug.

Mehrere Schaukästen an der Baustelle werden über die Deicherhöhung informieren. Von den drei Brücken, die im Bereich Zedano über die Baustelle führen, sind die Bauarbeiten gut zu beobachten. Weiterhin wird es ein Faltblatt zur Deicherhöhung und Informationen über die Webseiten der Verwaltungsgemeinschaft www.groemitz.eu geben. Öffentliche Führungen über die spektakuläre Großbaustelle wird es regelmäßig geben. Wünschenswert wären diese aus touristischer Sicht im Hinblick auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im wöchentlichen Rhythmus. Zwei dafür geeignete Mitarbeiter des LKN sind nach Auskunft von Herrn Schirrmacher während der gesamten Bauphase vor Ort.

Die Sicherheit der Menschen im Bereich der Baustelle ist für die Verantwortlichen ein Schwerpunkt. LKW-Fahrer, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, “werden umgehend von der Baustelle verschwinden”, wurde heute in der Informationsveranstaltung versprochen.

Deicherhöhung in anderen Orten

Wer hautnah etwas über die Geschichte der Deiche in Schleswig-Holstein erfahren möchte, kann sich im Deichmuseum im Büsum informieren. Büsum geht zudem die bevorstehende Deicherhöhung offensiv an und plant die Vermarktung mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm Aktivregion.

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