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Deichbau geht mit großen Schritten voran

27. Oktober 2011

Deichbau geht mit großen Schritten voran

Neustadt – 25. Oktober 2011

Deichbau geht mit großen Schritten voran

Dahme.
Wenn es in Dahme um die Deichverstärkung geht, ist das Interesse der Bürger groß. Über den aktuellen Stand der Dinge und den künftigen Verlauf der Baumaßnahme wird darum regelmäßig informiert. So auch am vergangenen Donnerstag im Gemeindehaus, wo Bürgermeister Heinrich Plön gemeinsam mit Vertretern des Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) und den ausführenden Ingenieuren Auskunft gab.

Die bisherigen Bauarbeiten seien sehr gut und schneller als im Zeitplan vorgesehen gelaufen, berichtete der Bürgermeister. So werde die Maßnahme von Rosenfelde bis zum Nordparkplatz, deren Fertigstellung im Frühjahr 2012 angesetzt war, voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen, so Heinrich Plön. Mit diesem Abschnitt und dem bereits abgenommenen 520 Meter langen Flügeldeich im Bereich Vogelsang sowie den drei Stöpen (Deichdurchlässe) an der Saarstraße, Leuchtturmstraße und Strandstraße gehen die Deichverstärkungsarbeiten am insgesamt 5,2 Kilometer langen Landesschutzdeich also mit großen Schritten voran.

Der nächste Abschnitt, der ab kommenden März in Angriff genommen wird, betrifft das Ortsgebiet Dahme. Im Bereich des Nordstrandes bis zum Bauende Leuchtturmstraße in Höhe der Containertoilette soll der Deichbau dann in zwei Abschnitten fortgesetzt werden, zunächst bis zum Deichdurchlass Saarstraße. Ab November wird umgesetzt in den Bereich südlich dieser Stöpe bis Bauende. Um das touristische Leben im Ostseebad während der Sommermonate so wenig wie möglich einzuschränken, werden im Juli und August keine Bauarbeiten stattfinden. „Dann ist Baustopp“, versicherte Harald-Peter Hartmann von der Ingenieurgemeinschaft Böger und Jäckle.

Allerdings führen die baulichen Maßnahmen zeitweilig zu Beeinträchtigungen. So steht beispielsweise der am südlichen Ende der Promenade im Bereich der Mole liegende Hundestrand für circa 2 Jahre nicht zur Verfügung. Alternativ wird für die Zeit der Bauarbeiten ein Abschnitt nördlich der Mole provisorisch als Hundestrand ausgewiesen. Auch verkehrstechnisch muss mit Einschränkungen sowohl im strandnahen Ortsverkehr als auch bei den Zufahrten der Gewerbebetriebe an der Promenade gerechnet werden. „Wie genau wir das regeln, steht noch nicht fest. Wir werden versuchen, alle zufriedenzustellen, aber ganz ohne Behinderungen wird es nicht vonstattengehen“, sagte Heinrich Plön.

Ab September sollen dann die restlichen Arbeiten wie Wegebau und Entwässerungsarbeiten vorgenommen und zeitgleich mit den Deckungsarbeiten begonnen werden. Diese versprechen eine optische Aufwertung, denn nahezu das gesamte seeseitige Deckwerk wird mit Sand aufgeschüttet und mit Strandhafer bepflanzt. „Ab Dezember 2012 bis Februar 2013 wird voraussichtlich, wie auch in diesem Winter, eine Baupause eingelegt, damit die Deichsicherheit gewährleistet ist. Und im Frühjahr 2013 passiert richtig viel: Dann wird der Übergang zur Promenade fertiggestellt und der Wegebau abgeschlossen“, erklärte Hartmann. Auch Heinrich Plön zeigte sich infolge des bisherigen Verlaufs zuversichtlich: „Wenn alles so gut weiterläuft, sind wir Ende 2013 mit der gesamten Anlage fertig. Und dann profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Gäste davon“, bekräftigte der Bürgermeister.

Beweissicherung von Bauschäden
Im Zuge der Deichverstärkung wird in den kommenden Monaten eine „prophylaktische Bautenzustandsdokumentation“ vorgenommen. Darin soll der Zustand aller Gebäude im Bereich der Deichbaumaßnahme dokumentiert werden. Mit dieser neutralen Beweissicherung wurde der von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Niels Christiansen aus Itzehoe betraut. Der Diplomingenieur wird in den kommenden Monaten, vornehmlich jedoch ab März 2012 vorhandene Riss-Schäden an den Gebäuden aufnehmen und den Ist-Zustand fotodokumentarisch festhalten. Die objektive Dokumentation der Gebäudezustände kann für einen später erforderlichen Beweis verwendet werden, wenn beispielsweise die Frage auftaucht, ob Schäden vor Baubeginn bereits vorhanden waren oder durch die Baumaßnahmen verursacht wurden. Zu diesem Thema wird die Gemeinde Dahme noch einen Termin zu einer gesonderten Informationsveranstaltung bekannt geben.

Quelle: Der Reporter

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