Gewerbeverein Dahme e.V.

Aktuelles aus dem Ostseeheilbad Dahme

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Kategorie: 'Deichbau in Dahme'

Hier stellt der Gewerbeverein Dahme Artikel aus der Presse und andere Informationen über den Küstenschutz und den Deichbau in Dahme zur Verfügung.
Hier erhalten Sie weitere Informationen:
http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/UmweltLandwirtschaft_node.html

Sprechstunde zum Thema Deichbau

5th April 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Der Landesbetrieb für Küstenschutz in Schleswig-Holstein bietet ab sofort in Dahme eine wöchentliche Sprechstunde im Haus des Gastes an.
Jeden Mittwoch von 15.00 bis 16.00 Uhr steht ein Mitarbeiter den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.

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„Deichbau als Erlebnis vermarkten“

26th Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

„Deichbau als Erlebnis vermarkten“
Infoveranstaltung zur Deichverstärkung in Dahme Bürgerinformation steht bei Bürgermeister Heinrich Plön ganz oben auf der Prioritätenliste. Und gerade wenn es in Dahme um die Deichverstärkung geht, gerne und richtigerweise als „Jahrhundert-Projekt“ bezeichnet, werden neueste Details der Baumaßnahme schnellstmöglich publik gemacht. So geschehen auf
einer Informationsveranstaltung am vergangenen Dienstag, als der Landesbtrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeeresschutz Schleswig-Holstein (LKNSH) sowie die am Bau beteiligten Firmen bereitwillig Auskunft gaben.

Das Gemeindehaus in Dahme war voll besetzt.

Dahme. Für Dahmes Einwohner ist dieses Projekt von höchster Relevanz, was durch das vollbesetzte Gemeindehaus bekundet wurde.
Für die Bürger, von denen ein Großteil vom Tourismus lebt und vermietet, stellt sich vor allem die Frage nach dem zeitlichen Ablauf, wann und wo gebaut wird und wie man die
Gäste vorbereitet. „Wir wollen unsere Gäste nicht verschrecken, sondern den Deichbau als Erlebnis vermarkten“, schilderte Touristikleiter Thorsten Brandt, der beispielsweise
die Einrichtung regelmäßiger Führungen plant.
Bis Ende 2013 laufen die Arbeiten für den neuen Deich in Dahme, der 1,15 Meter höher sein wird als der jetzige. Im Herbst 2010 wurden die ersten Schritte eingeläutet, der Flügeldeich in
Vogelsang soll bereits im Mai fertig sein. Der 3.750 Meter lange Abschnitt von Rosenfelde bis zur Drachenwiese in Dahme hat mit der Bodenentnahme in Rosenfelde begonnen.
Die Stülpen Strandstraße und Leuchtturmstraße sollen, wenn die Witterung es zulässt, bis Ostern begehbar sein. Mit dem Baustart für die Stülpe Saarstraße wird im September
gerechnet. Mit dem reinen Deichbau in der Ortschaft Dahme wird vermutlich ab Januar 2012 angefangen. „Es wird durchgängig bis Ende 2013 in verschiedenen Abschnitten gebaut.
In der Hochsaison, also in den Monaten Juli und August, werden mit Rücksicht auf den Tourismus allerdings keine Massentransporte stattfinden“, erklärte Michaela Meding vom
LKN. Positiv für Radfahrer und Fußgänger ist, dass es nach Abschluss des Deichbaus einen sogenannten Deichunterhaltungsweg geben wird, der seeseitig vom Leuchturm Dahmeshöved
bis Rosenfelde führt. Eine weitere Informationsveranstaltung kündigte Bürgermeister Heinrich Plön noch vor der Hauptsaison an.

Quelle: Der Reporter 08.2011

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Bilder Deichbau Rosenfelder Strand

25th Februar 2011 - Autor: Helge Siems

Am Rosenfelder Strand sind die Arbeiten am neuen Deich im vollen Gang. Wie Anwohner berichten, gehen die Bauarbeiten sehr leise von statten. Ein echter Hingucker sind die großen Maschinen. Das ist besser als Bauernhofurlaub!

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Information zum Deichbau von Helge Siems

23rd Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Was ich aus der Informationsveranstaltung zur Deicherhöhung heute abend an Sachinformationen mitgenommen habe:
- die Gemeinde plant mindestens wöchentliche Deichführungen mit der Geologin Sonja Everskämper und einem anderen Menschen mit “Diplom in Deichbau” (positiv!)
- insgesamt soll gegenüber Gästen realistisch aber zurückhaltend zum Thema Deichbaustelle komuniziert werden
- es fehlen Informationen zum konkreten Zeitplan der einzelnen Baustufen. Genau könne man das nicht planen, weil der Baufortschritt auch von der Witterung abhängig ist
- das LKN plant die Bauarbeiten am Deich im Ort für 2012 so, dass im Herbst die Ausschreibung fertig ist und im Dezember die Aufträge vergeben werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass es für Dahme wünschenswert wäre, dass die Bauarbeiten nach dem Ende der Herbstferien am 6. November beginnen können.
- die beiden im Bau befindlichen Deichstöpen sollen “zu Ostern” begehbar sein. Das wird sich aber dann verzögern, wenn die derzeitige Witterung noch drei Wochen anhält.
- der Bodentransport für den Deich wird von der Entnahmestelle in Rosenfelde auf der Seeseite des Deiches vorgenommen. In den Monaten Juli und August wird es keine Transporte geben. Im Ort ist also nicht mit nennswertem LKW-Verkehr durch die Baustelle zu rechnen
- aus den Reihen der Zuhörer wurde festgestellt, wie leise die bisherigen Bauarbeiten an den Deichstöpen ablaufen
- der Deich wird ca. 75 cm höher und wegen den flacheren Auslaufs breiter
- der Deich wird eingezäunt und voraussichtlich mit Schafen beweidet
- es werden zum Ausgleich für die zu fällenden Bäume über 360 Bäume neu gepflanzt. Über die Zusammensetzung der Bäume hinsichtlich des Alters ist nichts bekannt.
- in Zedano werden Weideflächen für Galloway-Rinder entstehen. Die Strandbesucher überqueren diese Weiden. Wie der Bürgermeister sagte: “Das macht man ja sonst auch so.” (?)
- in Zedano wird es weiterhin feste Toiletten am Strand geben.

Quelle: diskurs-dahme.de

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Informationsabend zum Baustand

12th Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Wie gehen wir in die Saison 2011?”

von Jutta Colschen

Ein Jahrhundertbauwerk wie die sechs Kilometer lange Verstärkung des Landesschutzdeiches macht nicht nur Freude, sondern bringt auch Verdruss. Die Gemeinde, die seit Herbst des vergangenen Jahres am Bau beteiligten Firmen und der Landesbetrieb Küsten- und Naturschutz wollen mit regelmäßigen Informationen über den Stand der noch bis Sommer 2013 laufenden Deichbauarbeiten die Dahmer auf dem Laufenden halten und möglichen Ärger im Keim ersticken.
Am Dienstag,  22. Februar, findet im  Gemeindehaus deshalb eine weitere Informationsveranstaltung statt.
Hier geht es vor allem um die Frage: Wie gehen wir in die Saison 2011“.
Fest steht:  Die Bauarbeiten am  Hauptstrand  ruhen  während der laufenden Saison.

Über den Stand der Deichbauarbeiten und die gemeindlichen Planungen für das Vordeichgelände wird Bürgermeister Heinrich Plön die Dahmer am Dienstag, 22. Februar, informieren.

Quelle: Lübecker Nachrichten

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Lübecker Nachrichten vom 10. Februar 2011

12th Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Dahme investiert Millionen am Deich

Das Ostseebad setzt an zum mutigen Quantensprung in der Ortsentwicklung.

Von Jutta Colschen

Dahme - Die große 19 Millionen Euro teure Deichbaumaßnahme vor der    Oldenburger Grabenniederung zwischen Dahme und Rosenfelde hat die Gemeinde Dahme veranlasst, auch das Gelände vor dem Deich und  die alten und neuen Deichübergänge unter die Lupe zu nehmen und zu überplanen. Insgesamt drei Millionen Euro will das Ostseebad in den kommenden Jahren in die Hand nehmen, um aus dem Hinterhof von Strand und Promenade eine gute Stube zu machen. Doch damit noch nicht genug. Wenn 2012/2013 wie geplant der neue Deich fertig ist, hat sich Dahme noch den Ausbau der Strandstraße und der oberen Seestraße vorgenommen. Das wird vermutlich noch einmal eine knappe Million Euro kosten.

Doch zunächst einmal steht die Neugestaltung des Vorgeländes, das sich von ZeDaNo bis zum Ende der südlichen Bebauung auf einer Länge von 4,5 Kilometern erstreckt, auf der Agenda. Der Plan ist von der Gemeindevertretung bereits abgesegnet und als Förderantrag auf dem Weg nach Kiel. „Der Plan hat alles, um das Gebiet für den Gast touristisch attraktiv zu gestalten“, zeigte sich Bürgermeister Heinrich Plön zufrieden. Die großzügige Gestaltung des Umfeldes der im Zuge des Deichbaus neu errichteten oder an das neue Deichprofil angepassten Stöpen (Deichdurchgänge)  sowie der übrigen Übergänge zwischen der zu einer Festwiese umzugestaltenden Drachenwiese  und dem Haus des Gastes sowie die Schaffung von fünf Spielplätzen für unterschiedliche Altersgruppen bilden die Schwerpunkte der Planung. Drumherum wird das Gelände als parkähnlichem aber sehr naturbelassene Anlage gestaltet.

Mit Hochdruck wird derzeit bereits an der neuen Deichstöpe Strandstraße gebaut. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, sollen die Auf- und Abgänge von der Strandstraße und zum Haus des Gastes so hergestellt werden, dass sie sich trompetenförmig öffnen. Die Fläche zwischen Deich und Haus des Gastes, die fast auf gleicher Höhe liegt, soll den Gast künftig zum Verweilen einladen.. Einen „Glücksfall“ nennt Heinrich Plön auch den vom Land zu erstellenden Deichunterhaltungsweg, der fast auf gleicher Höhe und parallel zur Promenade verläuft. Er wird, wen die Baumaschinen und LKW abgezogen sind, als Rad- und Fußweg den Dahmern und ihren Gästen erhalten bleiben. Die Gemeinde hofft, dass die Planung auch Privatinvestitionen nach sich ziehen. „Die Anlieger der Promenade sind jetzt gefordert, den hinteren Bereich der ihrer Betriebe entsprechend zu gestalten und in das neue Bild einzupassen,“ sagte Plön.

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Deichbau in Dahme

11th Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Deichbau in Dahme

Betrachtet man die Historie des Deichbaus, so wird die Notwendigkeit von Küsten- bzw. Hochwasserschutz sehr schnell deutlich. Siehe auch: » Chronik (PDF).

Die in 1872 von den damaligen Bürgern erlebte Sturmflut an unserer Küste ist dabei verständlicher Weise – liegt sie doch so lange zurück – kaum noch nachvollziehbar. Einige überlieferte Informationen dazu finden sich in unserer Chronik ab Seite 25.

Das Meer – die Ostsee – ist für viele Menschen dabei ziemlich gleich geblieben und hier und da wird scherzhaft schnell auf die Frage, wie es denn in Dahme aussähe, gesagt: „Das Wasser reicht noch bis zum Strand”.

Steigende Meeresspiegel schwingen jedoch bei den Hochwasserexperten sehr ernsthaft mit und seit vielen Jahren ist im Grunde bekannt, dass der gegenwärtige Deichschutz nicht mehr die Voraussetzungen bietet, Land und Leute bei anstehender Hochwassergefahr hinreichend zu schützen.

Und nun geht es los: in den kommenden 3 Jahren werden verschiedene Teilbaumaßnahmen zur Deichertüchtigung bzw. Deicherhöhung in Dahme von den zuständigen Landesbehörden umgesetzt – eben ein Stück Zukunftssicherung realisiert. Eine Baumaßnahme, die nicht jeder miterleben kann oder darf – eine spannende Veränderung, die gleichzeitig viele neue Chancen für strukturelle Verbesserungen und interessante Neugestaltungen des Vordeichgeländes für uns bietet. Wir haben dahingehend schon unsere planerischen Hausaufgaben gemacht und diese Seite bewusst eingerichtet, um Sie möglichst gut in alle weiteren Schritte und Vorhaben zu involvieren.

Selbstverständlich werden wir zusammen mit den verantwortlichen Deichbauern alles daran setzen, unser touristisches Leben in Dahme so gut als möglich nicht einzuschränken – so sollen insbesondere in den Hauptmonaten Juli und August grundsätzlich keine lärmenden Bauarbeiten dazu stattfinden.

In den übrigen Monaten werden wir durch entsprechende Informationsveranstaltungen und weitere Aktionen dazu beitragen, dass dieses „Jahrhundertbauwerk” ein besonderes, einmaliges Miterleben werden kann. Gerade deswegen lohnt sich schon ein Urlaub in Dahme.

Weitere Informationen:
Download: Infobroschüre (PDF)

Deichbau-Zeichnung

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Land investiert 23 Millionen: Spatenstich am Dahmer Deich

11th Februar 2011 - Autor: Jürgen Schlünder

Land investiert 23 Millionen: Spatenstich am Dahmer Deich
Auch bei Medienvertretern stieß der erste Spatenstich auf großes Interesse, mit dem gestern Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, Bürgermeister Heinrich Plön und LKN-Direktor Johannes Oelerich (kleines Bild, von links) die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde gestartet haben. Fotos: JUTTA COLSCHEN
Auch bei Medienvertretern stieß der erste Spatenstich auf großes Interesse, mit dem gestern Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, Bürgermeister Heinrich Plön und LKN-Direktor Johannes Oelerich (kleines Bild, von links) die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde gestartet haben. Fotos: JUTTA COLSCHEN

Dahme – Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurden gestern die Bauarbeiten für das neue „Bollwerk gegen den Blanken Hans“ zwischen Rosenfelde und Dahme gestartet. Bis 2013 soll das zur Zeit größte Küstenschutzprojekt in Schleswig-Holstein abgeschlossen sein.

Der Wind blies heftig über den Deich, als Ministerialdirigent Dietmar Wienholt, zuständiger Abteilungsleiter im Umweltministerium, Johannes Oelerich, Direktor des Landesamtes für Küstenschutz Nationalpark und Meeresschutz (LKN), und der Dahmer Bürgermeister Heinrich Plön nach jahrelanger Planung endlich den Startschuss für die fast sechs Kilometer lange Deichverstärkung vor der Oldenburger Grabenniederung gaben. 23 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren verbaut, davon rund drei Millionen Euro noch in diesem Jahr.

Der bisherige Landesschutzdeich entspricht seit langem nicht mehr den Anforderungen. Es fehlt ihm an vielem – an deichbaufähigem vorhandenen Material, an Deichverteidigungs- und Deichunterhaltungswegen und größtenteils an Deichfußsicherungen. Vor allem aber sind die Außen- und Innenböschungen zu steil. In der Planung wurde, so Dietmar Wienholdt, auch dem Klimawandel Rechnung getragen: In der neuen durchschnittlichen Erhöhung der Deichhöhe um 1,30 Meter ist ein „Klimazuschlag“ von 30 Zentimetern enthalten. Auch wenn der Bürgermeister, die Dahmer und vor allem auch die Gäste in den kommenden Jahren mit einigen Widrigkeiten werden leben müssen, die Freude, dass es endlich losgeht, überwiegt. „Kein Dahmer darf diese Maßnahme schlecht reden. Im Gegenteil. Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir einen Deichbau miterleben dürfen“, warb Plön um Verständnis für das „Jahrhundertbauwerk“.

Während gestern Nachmittag beim obligatorischen Spatenstich neben der Deichstöpe Saarstraße noch nichts an Deichbauarbeiten erinnerte, sind am 600 Meter langen Flügeldeich im Dahmer Moor (Vogelsang) bereits die Baumaschinen eingetroffen. Die Verstärkung dieses rückwärtigen Deiches gehört zum ersten Bauabschnitt genauso wie die vorbereitenden Arbeiten für die geplanten Bodenentnahmen, das Herstellen von Baustraßen, Deckwerksarbeiten, die Herstellung einer Hochwasserschutzwand am Schöpfwerk und der Neubau der Deichstöpe Strandstraße sowie der Umbau der Stöpe Leuchtturmstraße. Bereits fast abgeschlossen wurden umfangreiche Naturschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Umsiedlung ökologisch wertvoller Pflanzen (die LN berichteten).

Insgesamt werden nach Angaben von LJKN-Fachbereichsleiter Rüdiger Schirmacher in den nächsten Jahren 255 000 Kubikmeter Boden bewegt, 45 000 Quadratmeter Wege und Fahrbahnen und 48 000 Quadratmeter Deckwerksflächen erstellt.
Von Jutta Colschen

Quelle. Lübecker Nachrichten

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Küstenschutz an der Ostsee:

16th September 2010 - Autor: Jürgen Schlünder

Küstenschutz an der Ostsee: Erster Spatenstich für die Deichverstärkung in Dahme-Rosenfelde vor der Oldenburger Grabenniederung

Erscheinungsdatum: 16.09.2010

Quelle: http://www.schleswig-holstein.de/MLUR/DE/Service/Presse/PI/2010/0910/MLUR_100916_Deichverstaerkung.html

DAHME. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt, zuständiger Abteilungsleiter im Umweltministerium, heute (16.September) die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde (Kreis Ostholstein) gestartet. Dabei sagte er: “Etwa 23 Millionen Euro werden wir auf dieser sechs Kilometer langen Baustrecke bis 2014 in den Küstenschutz investieren. In diesem Jahr werden davon im ersten Bauabschnitt immerhin noch rund drei Millionen Euro verbaut.
Wegen der zu steilen Außen- und Innenböschungen, des wenig deichbaufähigen vorhandenen Materials, teilweise fehlender Deichverteidigungs- und Deichunterhaltungswege sowie einer großteils fehlenden Deichfußsicherung entspricht der bestehende Landesschutzdeich nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Deichverstärkung Dahme-Rosenfelde ist eine der größten Küstenschutzmaßnahmen in den kommenden Jahren an der schleswig-holsteinischen Ostküste. Wesentliche Arbeiten in diesem Jahr werden die Verstärkung des rückliegenden Deiches auf rund 600 Metern Länge im Bereich Vogelsang, vorbereitende Arbeiten für die geplanten Bodenentnahmen, das Herstellen von Baustraßen, Deckwerksarbeiten, die Herstellung einer Hochwasserschutzwand am Schöpfwerk und der Umbau der Stöpen (Deichscharten) Strandstraße und Leuchtturmstraße in Dahme sowie die Umsiedelung von im Baubereich befindlichen Graudünen sein.

Für das Jahr 2010 stehen dem Küstenschutz insgesamt rund 60 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 15 Millionen Euro reine Landesmittel auf die Unterhaltung der landeseigenen Küstenschutzanlagen und 45 Millionen Euro auf investive Maßnahmen“, erläuterte Wienholdt. Die investiven Mittel setzen sich aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und aus EU-Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER) sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zusammen.
Auf Initiative der norddeutschen Küstenländer ist es gelungen, für zusätzliche Mittel für den Küstenschutz beim Bund zu werben. Vor dem Hintergrund des Klimawandels erfolgte daher im Jahre 2009 die Einrichtung eines Sonderrahmenplans mit einem zusätzlichen Mittelansatz für Schleswig-Holstein in Höhe von rund 85,1 Millionen Euro an Bundesmitteln bis zum Jahre 2025. Zusammen mit den Landesmitteln belaufen sich die jetzt jährlich zusätzlich verfügbaren Mittel somit auf rund 8,2 Millionen Euro. “Das ist gerade in der gegenwärtig schwierigen Haushaltslage eine stolze Summe“, betonte Dietmar Wienholdt.

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Vermarktung Deicherhöhung von Helge Siems

11th Februar 2009 - Autor: Jürgen Schlünder

Der Deich rund um Dahme stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die letzte richtig schwere Sturmflut traf Dahme im Jahr 1872. Das war vermutlich einer der Auslöser für den Bau des jetzigen Deiches. Dieser Deich entspricht von der Konstruktion und dem Zustand nicht mehr dem aktuellen Hochwasserschutz.

Dahme steht mit der Deicherhöhung vor einem interessanten Schritt. Rüdiger Schirrmacher vom Landesbetrieb für Küstenschutz usw. (LKN) hat heute in Dahme mit den ausführenden Ingenieuren den zeitlichen Ablauf der Deicherhöhung vorgestellt.

Zeitlicher Ablauf der Deicherhöhung in Dahme

Los geht es kurzfristig mit einem Flügeldeich im Dahmeshöved, der bis Ende des Jahres 2010 weitgehend fertig sein soll. Der Boden für den Deich wird vor Ort entnommen.

Je nach Kapazitäten der Baufirmen soll in diesem Herbst noch mit der europaweit ausgeschriebenen Deicherhöhung von Rosenfelder Strand in Richtung Dahme angefangen werden. Der Deich wird breiter und höher werden. Vor dem Deich wird ein asphaltierter Wirtschaftsweg gebaut. Hinter dem Deich wird die vorhandenen Straße verbreitert und um einen Radweg / Fußweg erweitert. Der Boden für den Deichverstärkung wird in Rosenfelde entnommen. Vor der eigentlichen Deicherhöhung wird der stark durchwurzelte Oberboden im Vordeichgelände (Graudüne) abgetragen und in eine Ausgleichsmaßnahme eingebracht.

Die komplette Deicherhöhung bis zum Dahmer Südstrand soll bis 2013 abgeschlossen sein. Während der Monate Juli und August sowie an den Wochenenden ruht die Baustelle.

Touristische Vermarktung der Deicherhöhung

Für Touristen und am Küstenschutz Interessierte wird die immens wichtige Deicherhöhung erlebbar gemacht. Im Dahmer Haus des Gastes soll neben dem Baubüro (Bauleiter Herr Haase) auch eine umfangreiche Ausstellung mit Informationen zur Deicherhöhung entstehen. Platz sei hier nach dem Wegzug der Tourist-Information genug.

Mehrere Schaukästen an der Baustelle werden über die Deicherhöhung informieren. Von den drei Brücken, die im Bereich Zedano über die Baustelle führen, sind die Bauarbeiten gut zu beobachten. Weiterhin wird es ein Faltblatt zur Deicherhöhung und Informationen über die Webseiten der Verwaltungsgemeinschaft www.groemitz.eu geben. Öffentliche Führungen über die spektakuläre Großbaustelle wird es regelmäßig geben. Wünschenswert wären diese aus touristischer Sicht im Hinblick auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im wöchentlichen Rhythmus. Zwei dafür geeignete Mitarbeiter des LKN sind nach Auskunft von Herrn Schirrmacher während der gesamten Bauphase vor Ort.

Die Sicherheit der Menschen im Bereich der Baustelle ist für die Verantwortlichen ein Schwerpunkt. LKW-Fahrer, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, “werden umgehend von der Baustelle verschwinden”, wurde heute in der Informationsveranstaltung versprochen.

Deicherhöhung in anderen Orten

Wer hautnah etwas über die Geschichte der Deiche in Schleswig-Holstein erfahren möchte, kann sich im Deichmuseum im Büsum informieren. Büsum geht zudem die bevorstehende Deicherhöhung offensiv an und plant die Vermarktung mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm Aktivregion.

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