Landesschutzdeich bei Dahme kommt in Form
23rd Dezember 2011 - Autor: Jürgen Schlünder
Die Arbeiten an dem Jahrhundert-Bauwerk vor der Oldenhurger Grabenniederung gehen zügig voran.
Von Jutta Colschen
Dahme – Die ersten 3,7 km von insgeÂsamt 5,2 Kilometern Deich zwiÂschen Rosenfelde und Dahme sind bis auf einige Restarbeiten fertiggeÂstellt. Im nächsten Frühjahr wird sich dieser Deichabschnitt schon von seiner grünen Seite zeigen”, versprachen Bauleiterin Michaela Meding und der beim Landesbetrieb für Küstenschutz, NationalÂpark und Meeresschutz (LKN) für den Küstenschutz zuständige RüdiÂger Schirmacher bei einem Deichrundgang zum Jahresabschluss mit Vertretern der Baufirmen und Bürgermeister  Heinrich Plön. Doch wichtiger als das grüne Aussehen ist nach dem gestrigen Einbau des Hochwasserschutztores in der Stöpe Saarstraße mit Fug und Recht behauptet werden kann: Auf der Strecke von Rosenfelde bis Dahme ist der Hochwasserschutz realisiert.
In der Ortslage Dahme bis zum Übergang in die Steilküste werden die Arbeiten für die Deichverstärkung im nächsten Jahr losgehen.
Die Submission für die Maßnahme in der Ortslage sowie für die Ingenieurbauwerke erfolgt am 11. Januar, die Auftragsvergabe ist am 18. Februar, Baubeginn soll Mitte März sein, Bauende Ende 2013.
“Wenn es weiter so gut läuft wie bisher, dann werden wir diesen Bauzeitplan bestimmt einhalten können, sagt Rüdiger Schirmacher, der sich ausdrücklich für die gute
Zusammenarbeit mit den Firmen, der Gemeinde und dem Wasser- und Bodenverband bedankt. “Es hat zwar viele Probleme gegeben, aber sie konnten alle gelöst werden, wenn auch nicht immer zu jedermanns Zufriedenheit”, sagte Schirmacher.
Begonnen hat das derzeit größte 21 Millionen teure und von der EU geförderte Küstenschutzprojekt in Schleswig-Holstein im August 2010 mit dem Bau des Flügeldeichs im Bereich Vogelsang. Er wurde im Juli dieses Jahres fertiggestellt. Im September 2010 starteten dann die Arbeiten am eigentlichen Deichneubau sowie an den Deichübergängen
zurzeit finden noch Deckwerksarbeiten im Bereich des Schöpfwerkes statt, die aber auch · bis zum Ende der Woche fertiggestellt sein werden. Nach der Winterpause wird am 9. Januar mit denRestarbeiten weitergemacht. So müssen noch die Treppen gesetzt, die Asphaltdecken binnen- und außendeichs erstellt und Rasen eingesät werden. Bereits Mitte Januar beginnen Rodungsarbeiten in der Ortslage von Dahme. Ein bis zwei Wochen werden die Fällarbeiten dauern. Sie dienen der Baufeldräumung, damit mit den eigentlichen Deichbauarbeiten umgehend im März begonnen werden kann.
Auch wenn die Arbeiten in den Hauptsaisonmonaten geruht haben und auch in den nächsten zwei Sommern ausgesetzt werden- ohne Behinderungen ist eine solche große Maßnahme nicht zu realisieren.
Nachdem die Gäste im Bereich Rosenfelde und Zedano nun aus dem Schneider sind und den Deich sowie die neu entstandenen Fuß und Radwege im nächsten Jahr richtig genießen können, “wird es noch einmal haarig, wenn in der Ortslage gearbeitet wird”, weiß Bürgermeister Heinrich Plön. Er wird vom ersten Spatenstich an nicht müde, um Verständnis für ein Bauwerk zu bitten, “dass unserem Ostseebad auch neue touristische Wege öffnen wird”. So soll im Zuge des Deichbaus auch das Deichvorgelände völlig neu gestaltet werden.
Die Förderanträge sind bereits gestellt. Dahme wartet auf eine Zusage.
Quelle: Lübecker Nachrichten vom 23.12.2011
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