Im Zeichen des Deichbaus – Dahme startet voller Zuversicht ins neue Jahr Neustadt – 10. Januar 2012
11th Januar 2012 - Autor: Jürgen Schlünder
Dahme. Ganz im Zeichen des Deichbaus standen die Jahresrückblicke und Aussichten für 2012, die Bürgermeister Heinrich Plön am vergangenen Samstag auf dem Neujahrsempfang
der Gemeinde Dahme vortrug. Zur Bekräftigung wurden die Besucher im Haus des Gastes nicht nur mit einem herzlichen Händedruck des Gemeindevorstehers, sondern auch mit den neuen Plänen begrüßt, die im Eingangbereich ausgestellt waren und die nächsten Bauabschnitte der Deichverstärkung veranschaulichen sollten. Mit dem bisherigen Fortgang der Baumaßnahmen
sei sowohl der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) als auch die Gemeinde zufrieden, resümierte der Bürgermeister, auch wenn es im Bereich Zedano schwierig gewesen sei und er nahezu jeden Tag Gespräche geführt habe, um die positiven Aspekte des neuen Deiches aufzuzeigen. „Wir sitzen alle in einem Boot. Jetzt kommen noch
zwei schwierige Jahre auf uns zu, die wir gemeinsam umschiffen müssen. Aber wenn alles fertig ist, haben wir nicht nur den hervorragenden Küstenschutz, sondern auch einen durchgehenden seeseitigen Rad- und Wanderweg, von dem aus man auf die Ostsee sehen kann und ein neues mit Strandhafer und vielen Spielplätzen gestaltetes Deichvorland. Damit werden wir unserem Markenzeichen als Familienferienort gerecht, so Heinrich Plön. Die nächsten Bauabschnitte, Los 4 und 5, sollen ab April in Angriff genommen werden und betreffen das Ortsgebiet Dahme (der
reporter berichtete). Um das touristische Leben im Ostseebad während der Sommermonate so wenig wie möglich einzuschränken, werden im Juli und August keine Bauarbeiten stattfinden. Allerdings stehe der am südlichen Ende der Promenade im Bereich der Mole liegende Hundestrand während der Maßnahmen nicht zur Verfügung und auch verkehrstechnisch müsse besonders bei
den Zufahrten der Gewerbebetriebe an der Promenade mit Einschränkungen gerechnet werden. Lösungen hierzu sollen demnächst vorgestellt werden, so Heinrich Plön, der das vergangene Jahr nicht nur unter dem Deichbau Revue passieren ließ. Denn 2011 ist auch ein Jahr der Jubiläen in Dahme gewesen. Vergnügt erinnerte der Bürgermeister an die verregnete Geburtstagsfeier „130 Jahre Seebad“, die dank des Einsatzes aller Vereine und Verbände trotz des „weniger prickelnden Wetters“ bunt und voller Freude war. Auch der Automobil-Club AC Dahme im ADAC e.V. feierte
sein 50-jähriges Bestehen. Der AC und ein über 100 Jahre alter Fischerverein, ein 26 Jahre alter Chor und das DRK seien Zeichen dafür, dass das Ehrenamt in Dahme gepflegt werden müsse, betonte Plön. Als eine gute Entscheidung, die bereits viele Einsparungen erwirkte, bewertete der Bürgermeister auch das OstseeFerienLand, das vor 10 Jahren mit dem Zusammenschluss
der drei Ostseebäder Dahme, Grömitz und Kellenhusen sowie dem „Achterland” mit Grube und Lensahn entstand.
Im Anschluss ergriff der neue Tourismusdirektor des Dahmer Kurbetriebes Thomas Döllinger die Gelegenheit, um sich den Bürgern persönlich vorzustellen.
Als einen dynamischen Menschen, der sich gern den Problemen Dahmes stellen möchte, bezeichnete sich der 51-jährige Diplombetriebswirt, der 5 Jahre lang Tourismuschef auf Spiekeroog war. „Wenn man Probleme löst, kann man sich freuen, wenn sie vom Tisch ind“, so der Tourismusdirektor, der Dahme „peu à peu mit guten Instrumenten nach vorne bringen“ und in Gesprächsrunden sowie durch Zielgruppenanalysen die Stammgäste der Zukunft erfassen möchte. Die nächsten zwei Jahre, die noch im Zeichen des Deichbaus stehen, will sich Thomas Döllinger persönlich
mit Führungen für die Gäste zur Verfügung stellen, um so den „Unmut abzuarbeiten“. „Ich werde da sein und im Sinne von Dahme den Bürgermeister entlasten“, so Döllinger.
Quelle: http://www.der-reporter.de/pdf_archiv/neustadt/2012/Nr_003_Woche_02.pdf
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